Die meisten Kinderzimmer hierzulande sind – im besten Sinne des Wortes – „Allzweckräume“. Auf meist wenigen Quadratmetern finden alle Facetten des Kind-Seins statt: hier wird gespielt, getobt, gelernt, geträumt, geschlafen, hier werden die Freunde empfangen, hier gibt es die tägliche Gute-Nacht-Geschichte und die Kissenschlacht mit Papa … Und hier wird auch mal geweint, wenn irgendwas nicht so gut gelaufen ist.
Das Kinderzimmer ist auch ein wichtiger Rückzugsort!
Raum zum Wachsen und Werden
Gerade weil das Kind die meiste Zeit in seinem Kinderzimmer verbringt, sollte man ihm deshalb den hellsten Raum der Wohnung und auch den größten zur Verfügung stellen. Wachsen ist der Aktiv-Energie des Yang zugeordnet. D.h. dass ein Kind sehr viel Yang-Energie für seine Entwicklung und deshalb auch einen hellen, lebendigen Raum braucht.
Eher ungeeignet: Ein Nordzimmer oder ein Raum, in dem sich die Sonne nie blicken lässt! Solche Räume würden der Entwicklung Ihres Kindes nur schaden. Wenn es dennoch ein eher dunkleres Zimmer sein muss, sorgen sie für eine bewusst lebendige (aber nicht zu hektische) Farbgestaltung, eine betont gute Beleuchtung und aktivierende Hilfsmittel wie beispielsweise fröhliche Mobiles oder Bilder.
Keine „Spielzeug-Deponie“
Auch wenn es schwer fällt: Sorgen Sie dafür, dass das Kinderzimmer nicht zu einer „Deponie“ aus alten Spielsachen und anderen nicht mehr interessanten Gegenständen oder Büchern wird. Raus damit! Tun Sie Ihrem Kind einen Gefallen und befreien Sie den Raum regelmäßig von solchen „Energiestau-Verursachern“. Kinder reagieren unbewußt auf diese Blockaden. So kann beispielsweise aufmüpfiges Verhalten ein Hinweis darauf sein, dass sich das Kind zu sehr eingeengt fühlt. Aber auch Lernschwierigkeiten können auf ein solcherart „zerstreutes“ Chi hinweisen.
Mehr Klarheit durch das Bagua
Das beliebte » Feng Shui-Hilfsmittel Bagua kann auch für das Kinderzimmer wertvolle Hilfe leisten. Beachten Sie dabei: Die Zone “Kinder / Kreativität“ (in der Mitte der rechten Raumseite) sollte möglichst nicht durch schwere Möbel verstellt werden. Herrscht hier ein heilloses Durcheinander, so fühlen sich Ihre Kinder möglicherweise unbewusst unter Druck gesetzt, oder die Eltern-Kind-Beziehung ist nicht ganz ungetrübt. Auch alte Möbel „mit Geschichte“ haben im Kinderzimmer nichts verloren.
Wählen Sie grundsätzlich leichte und leicht verschiebbare und damit flexible Möbelstücke, sodass Veränderungen ohne viel Aufwand möglich sind. Das entspricht der dynamischen Entwicklung des Kindes.
Bunt und vielfältig wie Ihr Kind
Grundsätzlich sollten Sie sich bei der Gestaltung des Kinderzimmers für helle, freundliche, Optimismus versprühende Farben entscheiden. Ausnahme: Wenn Ihr Kind hyperaktiv und sehr unruhig ist, verzichten Sie auf Rottöne und wählen besser beruhigende Pastellfarben, etwa Grün- und Blautöne. Weiters tun dem Kind weiche Materialien wie Gardinen, Teppiche und kuschelige Tagesdecken und Kissen gut. Sie machen das Zimmer zu einer gemütlichen Rückzugshöhle. Weiteres Plus: Sie können damit auch noch für ergänzende Farbtupfer sorgen. Persönliche Accessoires und ausreichend Pflanzen sorgen für die nötige Fröhlichkeit, die das Chi (die Lebensenergie) zum Tanzen bringt. Und auch Ihr Kind! Achten Sie darauf, dass dem Kinderzimmer auch noch genügend freie Flächen bleiben und dass es insgesamt auf keinen Fall zu unruhig wird.